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    Weihnachten mit Robotern: Warum Anwesenheit wichtiger wird als Effizienz

    Steffen WansorSteffen WansorDezember 23, 20253 Minuten Lesezeit
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    Wenn man heute über Weihnachten mit Robotern spricht, landet man schnell bei Effizienzfantasien. Der Roboter deckt den Tisch. Der Roboter kocht. Der Roboter räumt auf, während die Familie lacht. Alles reibungslos, alles optimiert, alles ein bisschen zu glatt.

    Aber so wird es nicht sein. Zumindest nicht so, wie wir Weihnachten kennen.

    Weihnachten ist kein Prozess. Es ist Unterbrechung. Dinge dauern länger als nötig. Gespräche verlaufen schief. Jemand sagt etwas Unpassendes und man lacht trotzdem. Oder gerade deswegen.

    Genau deshalb wird ein Haushaltsroboter an Weihnachten nicht über seine Fähigkeiten definiert werden, sondern über sein Verhalten.

    Ein Roboter, der alles perfekt erledigt, würde stören. Nicht technisch, sondern atmosphärisch. Weihnachten lebt davon, dass Dinge nicht optimal sind. Dass jemand zu früh hilft oder jemand zu spät hilft. Dass man sich bedankt, obwohl es eigentlich selbstverständlich war.

    Und genau da beginnt etwas Interessantes.

    Ein Roboter, der an Weihnachten dazugehört, wird nicht der sein, der alles erledigt. Sondern der, der versteht, wann er sich zurücknimmt. Der merkt, dass jetzt nicht aufgeräumt wird, weil das Chaos gerade Teil des Moments ist. Der vielleicht wartet, bis die Gespräche leiser werden, bevor er etwas tut. Oder der schlicht stehen bleibt.

    Nicht passiv sondern bewusst.

    Man wird sich bei ihm bedanken. Nicht, weil man vergisst, dass er eine Maschine ist, sondern weil Dankbarkeit ein soziales Ritual ist. Und Rituale ignoriert man nicht, wenn man dazugehören will.

    Vielleicht antwortet er sachlich. Vielleicht leicht ironisch. Vielleicht gar nicht. Auch das ist Verhalten.

    Ironie wird dabei eine größere Rolle spielen, als viele denken. Weihnachten ist voller Ironie. Man freut sich und ist gleichzeitig erschöpft. Man liebt die Rituale und ist genervt von ihnen. Man sagt „schön, dass wir alle da sind“, und meint es ehrlich – obwohl man weiß, dass es kompliziert ist.

    Ein Roboter muss das nicht fühlen. Aber er muss erkennen, dass nicht alles wörtlich gemeint ist. Dass ein Seufzen kein Problem ist. Dass ein genervter Kommentar nicht automatisch eine Aufgabe auslöst.

    Ein Roboter, der jedes „Ach komm“ als Handlungsaufforderung versteht, wird an Weihnachten scheitern.

    Ein Roboter, der lernt, dass manche Sätze einfach im Raum bleiben dürfen, wird akzeptiert.

    Vielleicht wird man ihm einen Charakter einstellen. Nicht im Sinne einer Persönlichkeit, sondern im Sinne einer Haltung. Ruhig. Zurückhaltend. Oder leicht kommentierend. So wie man früher entschieden hat, ob Weihnachtsmusik leise im Hintergrund läuft oder gar nicht.

    Und vielleicht ist das der Moment, in dem Haushaltsrobotik aufhört, ein Technikthema zu sein.

    Nicht, weil der Roboter plötzlich menschlich wird. Sondern weil er aufhört, alles verbessern zu wollen.

    In der Science-Fiction waren Droiden nie interessant, weil sie Aufgaben erledigten. Sie waren interessant, weil sie Teil der Situation waren. Weil sie reagierten, manchmal genervt wirkten, manchmal widersprachen, manchmal einfach da waren.

    Weihnachten ist genau der richtige Test dafür.

    Nicht für Autonomie.
    Nicht für Effizienz.
    Sondern für Anwesenheit.

    Zwischen Forschung und Wohnzimmer liegt kein Algorithmus.
    Dort liegt ein Esstisch, Gespräche und Pausen. Und die Frage, ob ein Roboter versteht, dass gerade alles gut ist auch wenn nichts perfekt läuft.

    Editorial: Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein spekulatives Szenario und einen Meinungsbeitrag (Editorial). Er beleuchtet die philosophischen und sozialen Herausforderungen, vor denen die Heim-Robotik steht, sobald sie den Bereich der reinen Zweckmäßigkeit verlässt und in unseren privatesten Raum eintritt.

    Heimrobotik Mensch & Maschine Roboter im Alltag Sci-fi Weihnachten Zukunft
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    Steffen Wansor

      Sci-Fi hat mich früh geprägt. Nicht als Spektakel, sondern als Idee vom Alltag mit Maschinen. Auf XONOID schreibe ich über Heimroboter, KI und die leise Zukunft dazwischen.

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