Tesla hat seine internen Ziele für den humanoiden Roboter Optimus weiter konkretisiert. Für 2025 spricht Tesla von 10.000 bis 12.000 produzierten Teilen, 2026 will man auf rund 50.000 vollständige Roboter skalieren.
Das ist kein Marketing-Slide, sondern eine Größenordnung, die in mehreren Berichten und Aussagen aus dem Tesla-Umfeld genannt wird.
| Jahr | Zielgröße | Einsatz |
|---|---|---|
| 2025 | 10.000–12.000 Teile | Intern (Tesla-Fabriken) |
| 2026 | ~50.000 Einheiten | Intern + erste externe Einsätze |
| Langfristig | Millionen | Konsumentenmarkt |
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Teilen und Einheiten. 2025 geht es primär um Komponenten, Testsysteme und frühe Roboter für den eigenen Betrieb. Keine Verkaufsware, sondern Lernmaterial.
2026 spricht Tesla erstmals von vollständigen Einheiten in relevanter Stückzahl.
Was „Teile“ vs. „Einheiten“ praktisch bedeutet
Tesla nutzt 2025 als Lernjahr. Optimus arbeitet in Gigafactories, sortiert, bewegt, transportiert. Dort, wo Fehler nicht peinlich oder gar katastrophal sind, sondern nützlich. Ingenieure beobachten, Software wird angepasst und bei Bedarf die Hardware iteriert.
2026 soll daraus ein stabileres System entstehen. Ob alle 50.000 Roboter verkauft werden oder ein Teil weiter intern bleibt, ist offen. Tesla sagt dazu wenig. Aber allein die Produktionsplanung ist bemerkenswert.
Warum diese Skala entscheidend ist
Humanoide sind teuer. Prototypen kosten schnell sechsstellige Beträge. Teslas erklärtes Ziel liegt bei unter 30.000 Dollar pro Einheit.
Das funktioniert nur über Stückzahlen. Bei 50.000 Einheiten pro Jahr beginnt echte Industrialisierung. Lieferketten stabilisieren sich. Bauteile werden günstiger. Fehler werden statistisch sichtbar.
Der Plan folgt einer klaren Linie:
- 2025: Interner Einsatz, Fehler finden, Systeme härten
- 2026: Erste echte Serie, ausgewählte externe Einsätze
- Ab 2027: Skalierung Richtung Konsumentenmarkt
Das ist fast untypisch für Tesla. Elon Musk ist bekannt für aggressive Zeitpläne, die selten halten.
Dass hier vergleichsweise vorsichtige Schritte genannt werden, könnte ein Zeichen sein, dass Optimus intern ernster genommen wird als frühere Side-Projekte.
Meine Einschätzung
50.000 Einheiten wären ein echter Meilenstein. Kein anderer Hersteller plant aktuell vergleichbare Stückzahlen bei humanoiden Robotern.
Die entscheidende Frage bleibt trotzdem offen: Was können diese Roboter wirklich?
Wenn Optimus 2026 vor allem in Fabriken arbeitet, ist das ein Erfolg für Tesla, aber noch kein Wendepunkt für Haushalte. Tesla hat die Fabriken und das Kapital dafür.
Was Optimus heute kann, ist nicht nur Popcorn servieren. Tesla-Videos und öffentliche Demonstrationen zeigen den Roboter beim Gehen, Greifen und Sortieren von Objekten sowie bei der Navigation durch variable Umgebungen. Er kann Gleichgewichtsbewegungen ausführen, Objekte wie Popcorn-Boxen handhaben und wird intern bereits für wiederholte Fabrikaufgaben getestet.
Wie autonom das alles wirklich ist, bleibt offen. Oft ist unklar und nicht transparent, wie stark menschliche Steuerung im Hintergrund noch beteiligt ist.
Quellen
