Im Dezember 2025 hat das Pekinger Startup Galbot über 300 Millionen Dollar eingesammelt. Ein einzelner, weltweiter Rekord-Deal im Emobied-AI-Sektor. Bewertung danach: rund 3 Milliarden Dollar.
Was Galbot eigentlich baut
Galbot entwickelt humanoide Roboter. Aber vor allem entwickelt Galbot Kontrolle.
Eigene Datasets, eigene Foundation Models und eigene Hardware. Alles in-house. Keine Abhängigkeit von OpenAI-APIs. Kein „wir bauen die Mechanik und hoffen, dass NVIDIA den Rest löst“.
Das das teuer ist, kann man erahnen, weshalb genau deshalb so viel Kapital fließt.
Viele westliche Startups kombinieren Fremd-KI mit Standard-Hardware. Galbot geht den klassischen chinesischen Weg: vertikal integriert, schwer kopierbar, skalierbar wenn es einmal läuft.
Wo Galbot-Roboter heute schon arbeiten
Das ist der Teil, der oft übersehen wird. Galbot zeigt nicht nur Videos sondern setzt die Roboter bereits in realen Umgebungen ein.
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Industrielle Fertigung | CATL, Bosch, Toyota, Hyundai |
| Einzelhandel | Eigene „Galbot Stores“ in China |
| Gesundheitswesen | Krankenhäuser |
| Logistik | Lagerhäuser |
Das unterscheidet Galbot von vielen Firmen, die noch erklären, was ihre Roboter irgendwann können sollen. China skaliert schnell, produziert günstig und wird politisch unterstützt.
Die USA führen bei KI-Forschung und Software, aber Hardware dauert. Beides hat Vorteile. Beides hat Schwächen.
Meine Einschätzung
800 Millionen Dollar für ein chinesisches Robotik-Startup sind kein Experiment. Das ist Industriepolitik mit Risikokapital.
Für westliche Märkte stellt sich irgendwann eine unangenehme Frage: Wollen wir chinesische Humanoiden im eigenen Haushalt? Kameras, Mikrofone, Cloud-Anbindung inklusive.
Die Huawei-Debatte war laut. Die Robotik-Debatte wird lauter.
Kurzfristig spielt das für Galbot keine Rolle. Industrie und China reichen als Markt völlig aus. Langfristig aber schon, denn wenn die Roboter günstig genug werden, wird es entsprechende Angebote geben. Auch hierzulande.
