Ein neuer Venture-Capital-Fonds ist gestartet, der sich ausschließlich mit humanoiden Robotern und Embodied AI beschäftigt. ALM Ventures hat dafür 100 Millionen Dollar eingesammelt. Kein Side-Fund. Kein thematischer Ausflug. Das gesamte Kapital fließt in genau dieses Feld.
Worin ALM Ventures investiert
ALM konzentriert sich auf drei Bereiche:
- Humanoide Roboter
- Embodied AI, also KI, die nicht nur denkt, sondern handelt
- Spatial Intelligence, räumliches Verstehen für physische Systeme
Das ist bewusst eng gefasst. ALM will keine Software-Wetten, keine Plattform-Themen, keine Quersubventionen. Nur Systeme, die sich bewegen, greifen und in der realen Welt bestehen müssen.
Warum 100 Millionen Dollar hier ein Signal sind
Im Vergleich zu den Milliarden, die in generative KI fließen, wirkt die Summe überschaubar. Für einen spezialisierten Fonds ist sie es nicht.
Was dahintersteckt, ist weniger die Höhe als die Haltung. Investoren behandeln Humanoid-Robotik nicht mehr als exotische Randwette, sondern als eigene Anlageklasse mit klaren Erwartungen.
Das ist neu. Und es sagt mehr aus als eine einzelne große Runde.
Robotik-Investitionen haben 2025 deutlich angezogen.
| Bereich | Investment |
|---|---|
| US Humanoid Robotics (gesamt) | ~2,8 Mrd. $ |
| Physical Intelligence | 600 Mio. $ |
| Galbot | 300 Mio. $ |
| ALM Ventures Fonds | 100 Mio. $ |
ALM spielt nicht in der Liga der Megarunden setzt dafür jedoch Fokus klarer.
Was das für Startups verändert
Für junge Robotik-Teams ist das relevant, denn bisher mussten sie oft allgemeine Tech-Investoren überzeugen, die Robotik nur aus Pitch-Decks kannten.
Ein spezialisierter Fonds bringt anderes Gesprächsniveau. Weniger Erklärarbeit. Mehr Verständnis für Hardware-Zyklen, Integrationsprobleme und langsame Iterationen. Das senkt nicht das Risiko. Aber es erhöht die Chance, dass gute Ideen nicht an falschen Erwartungen scheitern.
Meine Einschätzung
ALM Ventures selbst ist nicht die große Geschichte. Der Fonds ist ein Symptom.
Humanoid-Robotik ist kein akademisches Nebenprojekt mehr. Sie zieht eigenes Kapital an, eigene Fonds, eigene Bewertungsmaßstäbe. Das Feld professionalisiert sich. Das Geld ist da und die Technologie ist auf dem Vormarsch. Offen bleibt nur, welche Teams daraus belastbare Produkte bauen.
Quellen
