UniX AI hat im April 2026 seinen Panther Humanoiden offiziell in echte Haushalte ausgeliefert. Nicht als Beta-Test, nicht als Showroom-Exponat, sondern als Produkt. Dreistellige monatliche Lieferzahlen. Das ist bemerkenswert.
Und der Panther sieht nicht aus wie der typische Humanoid. Er läuft nicht – er rollt.
Warum Räder statt Beine
UniX AI hat eine bewusste Design-Entscheidung getroffen: Statt bipedaler Beine setzt der Panther auf ein omnidirektionales Vier-Rad-System mit 4WS+4WD (Allradlenkung + Allradantrieb). Die Begründung ist pragmatisch:
- – Stabilität: Keine Balance-Probleme, kein Sturzrisiko
- – Zuverlässigkeit: Weniger mechanische Komplexität als Beine
- – Effizienz: Längere Akkulaufzeit, weniger Energieverbrauch
- – Einsatzbereitschaft: Sofort deploybar, keine Lauftraining-Phase nötig
Die Specs
- – Größe: ~160 cm, 80 kg
- – Arme: 8-DoF bionische Arme, Dual-Arm-Nutzlast bis 12 kg
- – Vertikalhub: Oberkörper fährt bis zu 80 cm hoch/runter (Regal und Bodenniveau)
- – Akkul: 8 bis 16 Stunden Betrieb
- – Navigation: Durchfahrbreite ab 75 cm (enge Flure machbar)
- – Sensorik: Kameras, LiDAR, Mikrofone
Der vertikale Lift ist clever: Statt den ganzen Roboter auf Beine zu stellen, fährt nur der Oberkörper hoch und runter. Das gibt Reichweite vom Boden bis ins obere Regal, ohne die Stabilität der Radplattform zu opfern.
Das Software-Stack
UniX AI hat drei proprietäre Systeme entwickelt:
- – UniFlex: Imitation Learning – der Roboter lernt durch Zusehen
- – UniTouch: Visuo-taktile Manipulation – Sehen und Fühlen kombiniert
- – UniCortex: Langzeit-Aufgabenplanung – der Roboter plant mehrstufige Abläufe
Das ist der gleiche Dreiklang, den auch Figure AI und 1X verfolgen: Nachahmung, taktile Feinmotorik, autonome Planung. Der Unterschied ist, dass UniX AI diesen Stack bereits auf einer ausgelieferten Plattform hat.
Quelle
