Am 14. Dezember 2025 ist eine Ära zu Ende gegangen: iRobot hat Insolvenz angemeldet. Der Pionier, der uns vor 20 Jahren den ersten Roomba ins Wohnzimmer stellte, wird nun vom chinesischen Fertiger Picea Robotics geschluckt. Ein Abstieg mit Ansage, der trotzdem weh tut.
Das 1,4-Milliarden-Dollar-Eigentor
Eigentlich wollte Amazon den Laden für 1,4 Milliarden Dollar retten. Doch die Kartellwächter in der EU und den USA blockierten den Deal so lange, bis Amazon die Lust verlor. iRobot blieb auf einem Berg Schulden sitzen, während chinesische Konkurrenten wie Roborock sie technisch längst überholt hatten.
Die Ironie: Um ein Monopol von Amazon zu verhindern, hat die Regulierung dafür gesorgt, dass US-Robotik-Know-how jetzt in chinesische Hände wandert. Geopolitisch ein absolutes Desaster.
Warum iRobot scheitern musste
Pionier zu sein ist eben keine Lebensversicherung. iRobot hat zwei kapitale Fehler gemacht:
Innovation verschlafen: Sie hingen zu lange an der „Plastikscheibe am Boden“ fest, während die Welt Richtung Allzweck-Roboter weiterzog.
Finanz-Voodoo statt R&D: Über 400 Millionen Dollar flossen in Aktienrückkäufe statt in die Entwicklung. Wer sein Geld den Aktionären gibt, statt in die Hardware der Zukunft zu investieren, verliert in diesem Markt.
Was bedeutet das für deinen Roomba?
Erstmal keine Panik! Die App soll bis Frühjahr 2026 weiterlaufen. Aber langfristig? Wer weiß, ob ein neuer Besitzer aus Übersee noch Lust auf Support für alte US-Modelle hat. Dein Roomba könnte schneller zum “dummen” Staubfänger werden, als dir lieb ist.
Fazit: Ein Warnsignal für die Branche
Die iRobot-Pleite ist eine Lehre für Tesla, Figure und 1X: In der Heimrobotik gewinnt nicht, wer die erste Idee hatte, sondern wer am schnellsten iteriert. Die Zeit der Einzweck-Maschinen ist vorbei. Der König ist tot, lang lebe die humanoide Revolution.
Timeline (Kompakt)
1990: Gründung am MIT.
2002: Der Roomba erscheint.
Jan 2024: Amazon-Deal platzt durch EU-Veto.
Dez 2025: Insolvenz & Übernahme durch Picea Robotics.
